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1-25 | 26-50


Da Blechhaufn


Diana Damrau


Danish Chamber Orchestra


Ottavio Dantone


Olivier Darbellay


Das Amsterdamer Streichquartett


Das Kleine Orchester


Annette Dasch


Nadia David


David Trio


Sir Colin Davis


Steve Davislim


Bertrand de Billy


Jeanette de Boer


Xavier de Maistre


Helena Dearing


Kati Debretzeni


Steven Delany


Gudrun Dengler


Renald Deppe


Helmut Deutsch


Steven Devine


Linde Devos


Die HaydnAkademie


Die Hofdantzer


Bertrand de Billy

Dirigent

Bertrand de Billy ist seit Herbst 2002 Chefdirigent des RSO Wien. Er wurde in Paris geboren, erhielt dort seine Ausbildung und arbeitete zuerst als Orchestermusiker, sehr bald aber auch als Dirigent mit verschiedenen Orchestern seiner Heimatstadt, bevor er sich entschloss, nach Deutschland zu gehen, um sich seinen Weg als Operndirigent von Grund auf zu erarbeiten. Er begann als erster Kapellmeister und geschäftsführender GMD in Dessau; sein Weg führte ihn dann über Berlin nach Wien, wo er mit der Premiere von „Carmen“ 1994 an der Wiener Volksoper zum ersten Mal nachhaltig auf sich aufmerksam machte.

Von 1996 bis 1998 war er dann erster Kapellmeister des Hauses, wo bis heute seine Mozartinterpretationen, aber auch seine musikalische Umsetzung der Harry-Kupfer-Produktion von „Boris Godunow“ in Erinnerung geblieben sind. Parallel dazu entwickelte sich sehr rasch seine internationale Karriere; er trat an den Staatsopern in Berlin, Hamburg und München auf, ebenso ab 1996 an der Wiener Staatsoper, im Royal Opera House Covent Garden, in Brüssels La Monnaie und in der Opera National in seiner Heimatstadt Paris.

Weitere Engagements führten ihn nach Washington, Los Angeles und an die New Yorker Metropolitan Opera, wo er seit 1997 regelmäßig Gast ist und wo er vergangenes Jahr die Neuproduktion von Gounods „Romeo et Juliette“ leitete.

Von Herbst 1999 bis Juli 2004 war Bertrand de Billy Chefdirigent des wieder aufgebauten Teatro del Liceu in Barcelona. Er leitete in dieser Zeit nicht weniger als 16 Premieren (zuletzt die gefeierte Produktion von Wagners „Ring des Nibelungen“). 2004 feierte er an der Wiener Staatsoper einen großen Erfolg mit der 5aktigen Fassung von Verdis „Don Carlos“ (Regie Peter Konvitschny). 2007 leitete er die Premiere von Massenets „Manon“ mit Anna Netrebko und Roberto Alagna. In den nächsten Jahren wird er an der Wiener Staatsoper Wiederaufnahmen und Neuproduktionen dirigieren.

Die Zusammenarbeit mit dem RSO Wien begann im Frühjahr 1998 mit Massenets „Maria Magdalena“ beim Festival OsterKlang und setzte sich dann beim Sommerfestival KlangBogen mit den Produktionen „Werther“, „Luisa Miller“, „Idomeneo“, „Fidelio“ und dem Projekt „Verdi-Marathon“ fort. Im Sommer 2006 folgen zum „Mozartjahr“ die Neuproduktion von „Don Giovanni“ und fast parallel die Don Juan Paraphrase „Flammen“ des im KZ ermordeten tschechischen Komponisten Erwin Schulhoff. Bertrand de Billy hat mit dem RSO Wien bereits zahlreiche CD-Produktionen aufgenommen, darunter auch der viel diskutierte Mozart / da Ponte-Zyklus, d´Alberts „Tiefland“, Ausschnitte aus Wagners „Tristan und Isolde“, Klavierkonzerte von Ravel und Gershwin mit Pascal Rogé sowie Schuberts große C-Dur-Symphonie. Zuletzt erfolgte eine von der Presse hochgelobte Einspielung von Beethovens „Eroica“.

Auf dem Konzertsektor erarbeitete de Billy mit dem RSO Wien eine große Anzahl und Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Komponisten – u.a. von Cerha, Kurtag, Schlee, Jarrell, Dutilleux, HK Gruber, Rihm, Staud, Mernier, Romitelli, Widmann, Berio, B.A. Zimmermann, Messiaen und Henze. Daneben startete er einen Mahler-Zyklus und setzte Klassiker des 20. Jahrhunderts (Debussy, Ravel, Berg, de Falla, Hindemith u.a.) neben die kontinuierliche Pflege von Klassik und Romantik. Seit 2002 tritt Bertrand de Billy mit dem RSO alljährlich bei den Salzburger Festspielen auf.

Bertrand de Billy Marco Borggreve