Ensemble | Chor | Dirigent | Solo-Künstler | Inszenierung | Bühnenbild | Kostüme | Choreographie | Lichtdesign | Sonstige Mitwirkende | Alle



A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ä Ö Ü





1-25 | 26-50 | 51-75


Con Amore


Con Moto


Con Tempo String Quartet


Concentus Musicus


Concentus Vocalis


Concerto Köln


Concilium Musicum Wien


Consort Polyhymnia Alte Universität Wien


Mirijam Contzen


Manuela Costa


Corinna Crome


Lucy Crowe


Laurence Cummings


Alan Curtis


Alan Curtis

Dirigent

Der amerikanische Dirigent, Cembalist und Musikwissenschaftler Alan Curtis setzte sich schon früh für historisch orientierte Aufführungen der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts ein und leistete Pionierarbeit bei der Wiederentdeckung vernachlässigter Meisterwerke des Barocks. Er studierte von 1957 bis 1959 bei Gustav Leonhardt in Amsterdam.

Nach seiner Rückkehr in die USA promovierte er im Fach Musikwissenschaft an der University of Illinois und nahm dann seine Lehrtätigkeit am Musikinstitut der University of California auf.
Viele Jahre pendelte er zwischen Berkeley und Europa. In den letzten Jahr-zehnten widmete er sich vorrangig der barocken Oper. Bei seiner "Rekonstruktion’ von Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ in den 1960er Jahren in Berkeley wurde das Werk seit Jahrhunderten erstmals in der ursprünglichen Orchestrierung gespielt.
Sein Debüt an der Mailänder Scala gab er 1980 als Dirigent von Händels Ariodante. 1984 dirigierte er im restaurierten Bibiena-Theater von Bologna Glucks Armide, die er seither in zwei weiteren Produktionen leitete, eine davon mit Il Complesso Barocco im Pariser Théâtre du Châtelet.
Ebenfalls 1984 dirigierte er in Innsbruck, Siena, auf Madeira und in Lissabon die erste Aufführung in moderner Zeit von Händels Rodrigo. Besonders hervor-zuheben sind auch seine Neuinszenierung von Radamisto zur Eröffnung der Händel-Festspiele in Halle im Jahr 2000, Giulio Cesare (Monte Carlo 2002) sowie die Erstaufführung von Händels Fernando (Händels ursprüngliche Fassung von Sosarme in Lissabon, St. Gallen und Spoleto 2005).

Als renommierter VivaldiInterpret brachte Curtis 1985 an Palladios Teatro Olimpico in Vicenza erstmals in neuerer Zeit Giustino auf die Bühne, weitere Aufführungen folgten in ganz Europa und in Buenos Aires. Besonders großes Aufsehen erregte seine Weltersteinspielung von Vivaldis spät wiederentdeckter und rekonstruierter Oper Motezuma bei der Deutschen Grammophon/ Archiv Produktion 2006.

1992 gründete er Il Complesso Barocco, ein Ensemble junger Sänger und Instrumentalsolisten, das sich mittlerweile vor allem auf das Repertoire der Barockoper spezialisiert hat. Curtis’ zahlreiche Aufnahmen, u.a. für Archiv Produktion sowie von Werken Vivaldis, erhielten viele Preise und Aus-zeichnungen.

Alan Curtis 3.jpg