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1-25 | 26-50


Stephanie Gonley


Paul Goodwin


Stephen Gothold


Phil Grabsky


Bernd Gradwohl


Marc Grauwels


Ján Gréner


Howard Griffiths


Anatoly Grindenko


Tatjana Grindenko


Susan Gritton


Holger Groh


Michael Grohotolsky


Andreas Gruber


Edita Gruberova


Luca Guglielmi


Gabriel Guillen


Paul Gulda


Werner Güra


Tatjana Gürbaca


Sebastian Gürtler


Gustav Mahler Klavier-Quartett


Anton Gabmayer

Dirigent

Anton Gabmayer begann seine Laufbahn im 6. Lebensjahr im Jugendorchester seiner Heimatstadt. Danach wurde er Mitglied der Wiener Sängerknaben. Als Solist der Sängerknaben war er früh mit künstlerischer Verantwortung und Professionalität des Konzertlebens vertraut. Zu seinen Lehrern zählten F. Großmann, H. Gillesberger und U. Theimer. Im Alter von 15 Jahren, noch als Gymnasiast, wurde er bereits als Student an der der heutigen Universität für Musik in Wien aufgenommen. Mit 18 Jahren leitete er selbst mehrere Chöre, mit 23 Jahren gründete er sein erstes Orchester. Vor allem die Orchesterliteratur der „Wiener Klassik“ wurde Mittelpunkt seines künstlerischen Lebens. Die Dirigierausbildung erhielt er von dem von ihm sehr geschätzten Prof. Karl Österreicher.

Seine Laufbahn als Dirigent ist bemerkenswert: 1992 wurden die Joseph Haydn Festspiele auf ihn aufmerksam. Die Festspiele begannen mit Gabmayer eine bis heute andauernde künstlerische Zusammenarbeit und bieten ihm einmalige Möglichkeiten: Er erhielt den Auftrag, sämtliche 107 Symphonien Joseph Haydns aufzuführen, dafür ein neues Orchester zu gründen („Die Haydn Akademie“) und einen Interpretationsstil für die Musik Joseph Haydns zu entwickeln. Er erhielt Zugang zu historischen Quellen und zu vielen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Gleichzeitig kann er über Jahrzehnte im Haydnsaal auf Schloß Esterhazy arbeiten - in der historischen Akustik von Haydns Konzertsaal, indem Haydn selbst musizierte und für den viele Werke komponiert sind. In dieser historischen Akustik arbeiten Dirigent und Orchester bis heute sowohl mit modernen als auch mit historischen Instrumenten.

Als der Zyklus im Jahr 2000 abgeschlossen wurde, hatte sich der Dirigent und sein Orchester neun Jahre lang ausschließlich (!) mit Haydns Musik befaßt - und damit mit einem Komponisten, der für die gesamte Klassik maßgeblich war. Es wurden in dieser Zeit alle Symphonien, sämtliche Ouvertüren, viele Instrumentalkonzerte, Arien und eine Oper Haydns aufgeführt. Seit dem Jahr 2001 wird der jährliche Konzertzyklus der Haydnfestspiele und Anton Gabmayer fortgesetzt. Die Musik Haydns wird mit Kompositionen seiner Zeit in Beziehung gesetzt; mit Werken von W.A.Mozart oder Beethoven bis zu Haydns Bruder Michael oder seinem künstlerischen „Rivalen“ Ignaz Pleyel und vielen anderen.

Anton Gabmayer wurde zum Spezialisten für klassische Musik. Es folgten CD Einspielungen, Radio und Fernsehproduktionen - und Konzertreisen von Bayreuth bis Japan, wo er sowohl mit dem eigenen Orchester als auch als Gastdirigent anderer Orchester seine Erfahrungen von Klang und Wirkung klassischer Musik präsentiert - von Haydns 107 Symphonien über Oratorien wie „Die Schöpfung“ bis zu Mozarts „Requiem“ oder Händels Messias.

Seit vielen Jahren ist der Dirigent selbst wissenschaftlich tätig. Er brachte eine Reihe von neuen Urtext-Ausgaben von Werken Haydns und Komponisten seiner Zeit heraus. Besonders wichtig ist ihm auch die Arbeit mit jungen Menschen: die Nachwuchsarbeit und die Weitergabe von Werten die sich aus der Musik entwickeln. In vielen Kooperationen mit Schulen aller Schulformen haben bereits mehrere tausend Schüler aller Altersstufen davon profitiert.

Anton Gabmayer wurde schließlich für seine Verdienste um das Werk Joseph Haydns vom Land Burgenland ausgezeichnet. 2013 wurde ihm vom Landesschulrat für das Burgenland „Dank und Anerkennung“ für seine außergewöhnlichen Schulprojekte ausgesprochen.

Anton Gabmayer