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1-25 | 26-50 | 51-75 | 76-100


Raffaella Milanesi


Giorgia Milanesi


Marlin Miller


Helmut Stefan Milletich


Minsk Orchestra


Mischa Maisky Trio


Mitglieder des Kammerorchester Basel


Mitglieder des Staatsopernchors


Stephan Möller


Luca Monti


Dale Morehouse


Xavier Moreno


Joachim Moser


Anne Moses


Don V Moses


Moskauer Akademie


Moskauer Viruosen


Mozart Ensemble der Wiener Volksoper


Mozart Quartett Wien


Mozarteum Quartett


Mozarteumorchester Salzburg


Giuseppe Mulé


Petra Müllejans


Thomas Müller


Othmar Müller


Mahler Chamber Orchestra

Ensemble Mahler Chamber Orchestra

Gegründet wurde das Mahler Chamber Orchestra 1997 auf Initiative Claudio Abbados und einiger Musiker des Gustav Mahler Jugendorchesters, die sich durch die Altersgrenze des Jugendorchesters nicht davon abhalten lassen wollten, gemeinsam weiterzuarbeiten. Künstlerische Neugier, das Bestreben, ein möglichst breitgefächertes Repertoire zu entwickeln, und der Wunsch, beides auf höchstem Niveau zu verwirklichen, bestimmten damals die Arbeit des ambitionierten Klangkörpers und tun es noch heute. Kammermusik und Symphoniekonzerte, klassische Oper und Uraufführungen finden Platz innerhalb eines Repertoires, dessen Zeitspanne vom Barock bis zur Gegenwart reicht.

Um diesen hohen Anspruch adäquat umsetzen zu können, wurde von Anfang an die Zusammenarbeit mit renommierten Partnern angestrebt, sowohl was eingeladene Dirigenten und Solisten als auch Veranstalter betrifft. Neben Gründer Claudio Abbado ist es vor allem Daniel Harding, der die Entwicklung des Mahler Chamber Orchestra entscheidend beeinflusst hat. Ehemals erster Gastdirigent des Orchesters, fungiert Harding seit Sommer 2003 als dessen erster Musikdirektor und dirigiert einen Großteil der jährlich stattfindenden 70 – 80 Konzerte und Aufführungen. Weiterhin bestehen seit Jahren enge künstlerische Verbindungen unter anderem mit Mark Minkowski und Alexander Lonquich. Großer Wert wird auch auf die Zusammenarbeit mit anerkannten Spezialisten gelegt, die für die Profilierung des Orchesters als vielseitig agierendes Ensemble sorgen. So finden seit 2004 von Spezialisten geleitete Barock-Workshops statt, bei denen die Musiker sich in Fragen historischer Spielpraxis weiterbilden, dirigieren Experten für Alte Musik und für Neue Musik wie Reinhard Goebel und Jonathan Nott.

Die hohe Flexibilität des frei finanzierten Orchesters spiegelt sich nicht nur im künstlerischen, sondern auch im organisatorischen Bereich wieder: Den Kern des MCO bilden rund 50 Musiker aus 19 verschiedenen Nationen, im Bedarfsfall werden zusätzliche Musiker engagiert. Das Ensemble findet sich stets für einzelne Projekte zusammen, formiert sich entsprechend der spezifischen Anforderungen des gewählten Programms und konnte dadurch den elanvollen Klang entwickeln, der zum Charakteristikum des Orchesters geworden ist. Statt eines festen Wohnsitzes verfügt das MCO über verschiedene Residenzen, in denen die Proben stattfinden und die oft Ausgangspunkte für weltweite Tourneen bilden. Das Mahler Chamber Orchestra ist Orchestra in Residence in Aix-en-Provence, Ferrara, Toblach, Landshut und der Mozartwoche Salzburg. Langfristige Verträge bestehen ebenfalls mit dem Festival Sintonie in Turin und dem Lucerne Festival, wo das Orchester seit 2003 jährlich auftritt.

Den internationalen Durchbruch schaffte das Mahler Chamber Orchestra bereits ein Jahr nach seiner Gründung mit der Mozartoper Don Giovanni, die unter der Leitung von Claudio Abbado und Daniel Harding 1998 beim Festival International d’ Art Lyrique d’ Aix-en-Provence herauskam. Die anschließende Welttournee dieser Produktion bescherte dem Ensemble nicht nur internationalen Erfolg, sondern führte auch zu einem Residenzvertrag mit dem Festival in Aix-en-Provence. Zu den wichtigsten und erfolgreichsten Opernproduktionen, die das Orchester seitdem dort hervorgebracht hat, zählen unter anderem: The Turn of the Screw (Daniel Harding/Luc Bondy, 2001), Eugen Onegin (Daniel Harding/Irina Brook), Die Liebe zu den drei Orangen (Tugan Sokhiev/Philippe Calvario, 2004) sowie Così fan tutte (Daniel Harding/Patrice Chéreau, 2005.) 1998 wurde mit dem italienischen Veranstalter Ferrara Musica ein Residenzvertrag abgeschlossen, der zwei Konzertreihen pro Jahr umfasst. Neben Opernprojekten mit Claudio Abbado finden hier Konzertreihen mit MCO-Musikdirektor Daniel Harding und renommierten Gastdirigenten wie Christopher Hogwood, Philippe Herreweghe, Paavo Järvi, Murray Perahia und Vladimir Ashkenazy statt. Mit Solisten wie Cecilia Bartoli, Martha Argerich, Christian Tetzlaff oder Emanuel Ax werden Konzertprogramme präsentiert, mit denen das Mahler Chamber Orchestra nicht nur in Ferrara, sondern auch international für Furore sorgt.

In den acht Jahren seines Bestehens hat das MCO vielfach preisgekrönte CDs eingespielt. Unter der Leitung von Daniel Harding sind bei Virgin Classics unter anderem erschienen: Don Giovanni, The Turn of the Screw (ausgezeichnet u.a. mit dem Choc de l’ année 2002), Haydns Cello-Konzerte mit Gautier Capuçon (u.a. Choc du monde de la musique 2003) und die von der internationalen Presse gefeierte Einspielung von Gustav Mahlers 4. Sinfonie. Die bei Deutsche Grammophon erschienene Symphonie Fantastique unter der Leitung von Marc Minkowski erhielt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2003. Ferner liegen Aufnahmen mit dem Orchestergründer Claudio Abbado vor, die bei Deutsche Grammophon erschienen sind: italienische Opernarien mit Anna Netrebko sowie Werke von Mozart und Lebrun für Oboe mit Albrecht Mayer. Eine Live-Aufnahme von Beethovens 2. und 3. Klavierkonzert mit Martha Argerich wurde mit einem Grammy ausgezeichnet, Violinkonzerte von Stravinsky und Berg mit Kolja Blacher mit einem diaspon d’or.

Die themenbezogenen Konzertprogramme beim Sintonie-Festival in Turin, die jährlichen Konzerte beim Lucerne Festival (wo das Mahler Chamber Orchestra nicht nur als Herzstück des Lucerne Festival Orchestra erscheint, sondern auch eigene Konzerte gibt), regelmäßig stattfindende Opern- und Konzertprojekte im Festspielhaus Baden-Baden und am Théâtre des Champs-Élysées, Kammermusikreihen, Einladungen zu den renommiertesten europäischen Festivals und ausgedehnte Tourneen rund um die Welt – die Liste der Aktivitäten ist lang und wird ständig erweitert. Für die Saison 2006/2007 plant das ambitionierte und aufgeschlossene Ensemble unter anderem seine zweite Asientournee, eine Europatournee mit Jazz- und Swingstandards, ein Opernprojekt unter der Leitung von Pierre Boulez und Patrice Chéreau sowie Konzerte mit Daniel Harding, Heinz Holliger und Philippe Herreweghe.

Mahler Chamber Orchestra Ulrike Weizsäcker